Sinnvolle Maßnahmen für Auszubildende

…oder die es werden wollen.

Sicher hat man aus dem nahen Umfeld schon mal Aussagen zu Maßnahmen der Agentur für Arbeit und der Landkreise die durch verschiedene Bildungsträger durchgeführt werden gehört. Wie z.B. : “DA SITZT MAN NUR RUM!“,“ SO EINE VERGEUDETE ZEIT.” “WIR HABEN DEN GANZEN TAG NUR EINE SACHE GEMACHT.”

Das ist dann wohl eine subjektive Meinung.

Ich persönlich weiß es besser und ich bin der festen Überzeugung, dass sie noch nicht von der UB, EQ, abH, Bae, oder BvB gehört haben… Letzteres kann natürlich auch für einen Fußballverein stehen. 😉

BvB ist die Abkürzung für die Berufsvorbereitende Bildung.

Hier werden Jugendliche und junge Erwachsenen auf den Arbeitsmarkt vorbereitet und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt.

Was kann ich? Was will ich? Wo will ich hin? In den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen helfen Mitarbeiter der Bildungseinrichtung den Teilnehmern, ihre Stärken und Schwächen, also ihr Potenzial herauszufinden. Theoretisch wie praktisch lernen die Jugendlichen unterschiedliche Berufsfelder kennen. Dafür geht es entweder direkt für ein Praktikum in den Betrieb oder in unsere fachpraktisch ausgestatteten Räumlichkeiten und Werkstätten.

Sozialpädagogen stehen den Jugendlichen auch bei persönlichen Anliegen zur Seite. Das gemeinsame Ziel ist ein Ausbildungsvertrag. Im Einzelfall kann das auch ein Arbeitvertrag sein. In der von der Bundesagentur für Arbeit finanzierten BvB, können Teilnehmer auch ihren Hauptschulabschluss nachholen.

BaE ist die kooperative Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung

Der Bildungsträger schließt mit den Auszubildenden den Ausbildungsvertrag ab. Die kooperative Ausbildung findet in anerkannten regionalen Ausbildungsbetrieben statt und wird durch den Besuch der Berufsschule (duales System) komplettiert. Um den Erfolg der Ausbildung abzusichern, werden die Auszubildenden durch den Stütz- und Förderunterricht sowie sozialpädagogische Begleitung vom Bildungsträger unterstützt. Die wöchentliche Ausbildungs- bzw. Arbeitszeit beträgt 39 Stunden. Nach dem ersten Ausbildungsjahr wird der Übergang in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis angestrebt.

Ausbildungsbegleitende Hilfe kurz abH

Die Berechtigungsteilnahme wird vorher von der Agentur für Arbeit geprüft. Das Unterrichtsangebot richtet sich an Auszubildende aller Berufsfelder, die in einem Betrieb der Region ausgebildet werden.

Durch maßgeschneiderten Unterricht in Klein- und Kleinstgruppen werden die Auszubildenden gezielt auf Klassenarbeiten und Prüfungen vorbereitet. Lehrkräfte und Sozialpädagogen des Bildungsträgers beraten und unterstützen bei der Lösung von Konflikten in der Berufsschule, im Betrieb oder im privaten Umfeld.

EQ ist die Abkürzung für betriebliche Einstiegsqualifizierung

Du weißt bereits, bevor du die allgemeine Schulpflicht abgeschlossen hast, was du lernen willst? Trotz Deiner Bewerbungen hat dir kein Ausbildungsbetrieb eine Chance gegeben deine Lernbereitschaft unter Beweis zu stellen? Schon mal überlegt über ein Praktikum eine Ausbildungsstelle zu bekommen? Diese Einstiegsqualifizierung könntest Du als “Sprungbrett” in eine anschließende Ausbildung nutzen. Du lernst deinen Wahlberuf besser kennen und erlernst erste Grundkenntnisse in einem Beruf. Dieses Praktikum würde sogar bezahlt werden und könnte deine erste sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sein.

So kannst du darüber mehr erfahren.

Sprich mit der Berufsberatung, der Berufsberaterin, dem Berufsberater an deiner Schule. Diese erklären dir die Voraussetzungen für die Förderung und unterstützen dich bei der Suche nach einem Betrieb, die Einstiegsqualifizierungen anbieten. Vielleicht hast du dir bereits selbst einen Ausbildungsbetrieb gesucht?

So läuft das dann ab

  • Es könnte 6 bis 12 Monate dauern und im Oktober beginnen, in Ausnahmefällen bereits am 01. August
  • Das geförderte Praktikum wird verträglich abgeschlossen. In diesem Vertrag, den du und der Betrieb abschließen, sind u.a. die sozialversicherungspflichtige Vergütung und die Arbeitszeit festgelegt.
  • Die EQ kannst du in Vollzeit oder wegen der Erziehung eigener Kinder oder Pflege von Familienangehöriger in Teilzeit von mindestens 20 Wochenstunden durchführen.
  • Wenn du berufsschulpflichtig bist, besuchst du während der EQ auch die Berufsschule
  • Um die Zeit im Praktikum als Ausbildungszeit anerkennen zu lassen müssen Ausbildungsbetrieb und die Handwerkskammer damit einverstanden sein.
  • Dein Praktikumsbetrieb stellt dir am Ende ein Zeugnis aus. Auf Antrag erhältst sogar ein Zertifikat über die erworbene Qualifikation von der Kammer. Diese Bescheinigungen kannst du für deine Bewerbungsunterlagen nutzen.

Integration und Rehabilitation durch individuelle betriebliche Qualifizierung

In der UB, der Unterstützten Beschäftigung soll Menschen mit Behinderung Möglichkeiten aufgezeigt werden, ihren Lebensunterhalt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erarbeiten.

Um den Einstieg in dass Berufsleben erfolgreich zu bewältigen, werden die Teilnehmer durch Qualifizierungstrainer und Anleiter in drei Phasen unterstützt.

Die Einstiegsphase

  • bei der Beruforientierung
  • bei der Suche nach geeigneten Qualifizierungsplätzen

In der Qualifizierungsphase

  • durch praxisnahe Qualifizierung und Einarbeitung auf einen individuell abgestimmten Arbeitsplatz
  • durch die Vermittlung berufsübergreifender Kenntnisse
  • durch die Förderung von Schlüsselkompetenzen und Aktivitäten zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit

In der Stabilisierungsphase

  • durch eine qualifizierende Beschäftigungsvorbereitung auf einen geeigneten Arbeitsplatz und bei der Unterstützung zur Ausgestaltung des Arbeitsplatzes

Die Teilnehmer werden über den gesamten Zeitraum von 24 Monaten von ihren Ansprechpartnern begleitet. Sie beantworten individuelle Fragen bei allen beruflichen, persönlichen und finanziellen Angelegenheiten.

Anfangen kannst du wann du willst.

Diese Bildungsmaßnahmen werden alle vom BNW, dem gemeinnützigem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft durchgeführt.

Teile mir doch bitte Deine Erfahrungen mit dem Bildungsbereich/ Bildungssystem oder mit Bildungsträgern mit. Vielleicht hast Du auch einige Tipps, Ideen oder Anregungen wie man es besser machen kann? Über einen angeregten Austausch freue ich mich sehr.

Dein Malermeister mit Bock auf Blog,

me. Jens Steenweg

www.malermeister-steenweg.de

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