Post Covid als *Adventsgeschenk

*Post-Covid Erscheinungen sind natürlich kein Geschenk!

Skeptisch war ich von Anfang an bei der Covid Impfung. Als Familie haben wir uns aber der passiven Impfpflicht gebeugt um uns den Massnahmen entsprechend, frei bewegen zu können. Wir möchten reisen können und uns mit Freunden treffen. Wir wollen am normalen Leben teilhaben.

Trotz AHA+A+L und 2 Impfungen hab ich mich mit Covid-19 infiziert. Und nicht nur das, ich habe auch meine Familie angesteckt. Im folgenden findest du, meistens in Stichpunkten angeführt mein Corona Tagesprotokoll. Ich weiß dass es vielen so ging, oder auch schlimmere Verläufe erlebt haben. Denjenigen die es ähnlich erlebt haben, will ich mitteilen, ihr seid nicht alleine. Die Verläufe sind ganz unterschiedlich und vielleicht erzählt, dereine oder dieandere, inspiriert durch diese Geschichte, uns dann seine Erlebnisse. Ich würde mich freuen diese dann lesen zu dürfen.

Corona Protokoll:
Mittwoch 10.11. leichte Halsschmerzen und Mattheit. 2 Selbsttests die negativ ausfallen.
Donnerstag 11.11. mit Grippe Symptomen die über Nacht gekommen sind zum Arzt. Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebslosigkeit, Kraftverlust, brennen der Muskeln wobei die Finger und und die Füße sich kalt fühlen, schmerzen in den Gelenken, im Nacken und Kopf, Husten und Schnupfen und der Geschmack ist gemindert. PCR Test aber erst nach der Bitte beim Hausarzt.
Freitag 12.11. Mitteilung aus der Arztpraxis von der Helferin das ich positiv getestet wurde. Ich fühl mich als hätte ich eine schwere Grippe, eine Nasennebenhöhlenentzündung und als wenn mir Einer auf den Nacken gesprungen und dort sitzen geblieben ist.
11:30 Uhr Geschmacksverlust komplett und große Konzentrationsschwierigkeiten. Ich fühl mich als hätte ich eine Glocke über dem Kopf. Immer wieder geschlafen und um 21:20 Uhr ins Bett.
Die Nacht nicht durch geschlafen trotz Novalgin als Schmerzmittel. Immer wieder kalt und heiß und 1x schweißausbrüche und nass aufgewacht. 5x aufgestanden wegen des Toilettenganges.
Samstag 13.11. gegen 7:00 Uhr ohne nennenswerte Verbesserung. Gestern bereits am Nachmittag bemerkt dass mir mein Zeitgefühl fehlt.
11:40 Uhr Anruf vom Gesundheitsamt Westerstede. Quarantäne bis einschließlich den 24.11. nach vorangegangenem negativem PCR Test. Ich soll bitte meine Kontakte vom Montag und die Impfausweise der Familie an das Gesundheitsamt übermitteln.
Augen sind trocken, rot und brennen.
19:30 / 20:00 Uhr übermäßige Schleimentwicklung 21:30 Uhr ins Bett und über Nacht mehrere Hustenanfälle.
Sonntag 14.11. nach vielen Unterbrechungen bis 6:50 Uhr geschlafen.
Augenbrennen sind zwischendurch verklebt und der Husten ist schlimmer geworden. Ich putze mir fast alle 5 Minuten die Nase.
Sehr viel Bettruhe und geschlafen.
Die Nase ist so zu das ich nur noch durch den Mund Luft bekomme.
21:20/21:40 Uhr geschlafen
Montag 15.11. bis 6:50 Uhr fast durchgehend geschlafen. Die Augenlider muss ich mit den Fingern öffnen weil sie verklebt sind. Der Schnupfen ist nur noch wenig dafür ist der Husten so schlimm dass ich Nackenschmerzen bekomme.
Email vom Gesundheitsamt erhalten. Inhalt u.a. Das ich ein Corona Protokoll führen soll. Mein erster Gedanke war: Das hätte man im Erstgespräch mit dem Gesundheitsamt schon mitteilen können. Der 2.Gedanke: Ist das eine Versuchsreihe an der ich gerade teilnehme? So ein Protokoll sollte dann auch ausgewertet werden und wird bei wissenschaftlichen Untersuchungen auch vorgenommen.
21:50 Uhr ins Bett
Dienstag 16.11. bis um 8:15 Uhr mit 2 Unterbrechungen geschlafen. Leicht geschwollene Schleimhäute. Husten ist immer noch. Die Lymphknoten sind noch geschwollen. Den Tag ganz gut überstanden. 21:50 geschlafen
Mittwoch 17.11. Heute drei Schritte zurück.
mehrfach aufgewacht. 06:10 Uhr wach aber im Bett geblieben. Hals-, Nacken-, Kopf- und Gelenkschmerzen. Husten und Schnupfen, Temperatur. 10:30 Uhr 37,1°, 11:40 Uhr 38°
Kreislauf Probleme.
16:10 Uhr 37,7° Temperatur und kaltschweissig
Donnerstag 18.11. Durch den trockenen Hustenreiz oft wach geworden und Brustschmerzen. Ab heute sind auch meine Frau und mein Sohn in der Quarantäne. (für meine Frau sind es dann ab heute 3 Wochen und für meinen Sohn 2 Wochen) Soviel zu der Aussage: 2fach geimpfte können einen anderen Geimpften nicht anstecken.
Freitag 19.11. Lange geschlafen
Husten ist immer noch doll. Schnupfen kaum. Kreislauf- und Durchblutungsstörungen in den Füßen und Händen. Ab Mittag fast 2 Stunden geschlafen. Den ganzen Tag müde und träge.
22:10/22:30 Uhr ins Bett
Samstag 20.11. 7:10 Uhr wach sehr unruhig mit Albträumen geschlafen. Nachtschweiß
Schon etwas mobiler. Schwer mit der Quarantäne zu kämpfen. Depressive Phasen und eine Gefühlsachterbahn. Taubheit der Finger, Kalte Extremitäten, 18:20/18:30 Uhr Vorbereitung Abendessen, beim drehen der Fischstäbchen erst später bemerkt daß ich mich verbrannt habe. Das ist erst bei der Sichtung der verbrannten Stelle aufgefallen. Brandstelle zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. Stelle war auf der Oberhaut weiß. Geschmack und Geruch immer noch stark eingeschränkt. (Warm/kalt, sauer, bitter, süß, salzig)
Sonntag 21.11.
7:55 Uhr mit geschwollenen und verklebten Augen aufgewacht. Immer noch trockenen Husten, Schnupfen, geschwollene Lymphknoten, kein Geschmacks- und Geruchssinn.
22:05 Uhr ins Bett
Montag 22.11. 7:40 Uhr mit geschwollenen und verklebten Augen aufgewacht. Auch das Gesicht und der Hals war leicht geschwollen. Trockener Husten, verstopfte Nase. Kalte Hände und Füße.
11:45 Uhr Abstrich beim Gesundheitsamt in Westerstede
22:45 Uhr ins Bett
Dienstag 23.11. 7:20 Uhr wach Husten und Schnupfen ist weniger. Kalte Füße und Hände, Kreislauf und Konzentrationsschwierigkeiten. Den ganzen Tag müde.
Ergebnis des PCR Test war positiv. Mitteilung erst gegen 12:00 Uhr erhalten. Eine weitere Woche Quarantäne.
Mittwoch 24.11. Donnerstag 25.11. 9:40 Uhr aufgestanden, die Nacht schlecht Luft bekommen und dadurch sehr schlecht geschlafen. Alpträume und sehr seltsame Träume. Schmerzen wieder im linken Unterschenkel. Augen verklebt und trocken.
Den ganzen Tag müde, erschöpft und erschlagen.
Freitag 26.11. 9:55 Uhr aufgestanden
Husten, Schnupfen, verklebt Augen, müde, erschlagen und erschöpft, taube Finger und Zehen, ab Mittag kalte Beine und sehr müde. Zwischendurch geschlafen.
Samstag 27.11. 8:10 Uhr auch heute war wieder Tiefpunkttag. Husten, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, verklebte Augen, kalte Beine, kaltschweißig und kurzatmig. 22:40 /50 Uhr ins Bett
Sonntag 28.11.
Montag 29.11.
Dienstag 30.11.
Mittwoch 01.12. Schnelltest war dann negativ. Zur Feier des Tages frische Brötchen vom Bäcker geholt. Als ich nach Hause kam, brach mein Sohn, vor mir mit einem Kreislaufkollaps zusammen. Der bestellte Notarzt hat nach der Untersuchung Entwarnung gegeben. War wohl nur ein zu geringer Blutzucker und wäre nicht auf die Corona Erkrankung zurück zu führen.
Donnerstag 02.12.
Freitag 03.12.
Samstag 04.12.
Sonntag 05.12
Montag 06.12.
Dienstag 07.12.
Mittwoch 08.12. 05:55 Uhr mit verklebten Augen aufgestanden. 09:30 Uhr Röntgen in der Ammerland Klinik.
Donnerstag 09.12.
Montag 10.01.2022
08:24 Nach dem Duschen so erschöpft dass ich mich noch einmal hinlegen muss 09:45 Uhr aufgestanden. 07.02.2022 bis einschließlich heute krankgeschrieben.
Immer noch die Post Covid Erscheinungen. Immer noch Husten, Atemprobleme, Kopfschmerzen, Neuronale Ausfälle und Fehlgefülle, Erschöpfung. Es muß ja weitergehen, heißt es.
08.02. Erster Arbeitstag im Jahr 2022. 09.02. 10.02. 15.02. 22:36 Uhr hängendes Augenlid der linken Gesichtshälfe. Erstmal auf eine Übermüdung geschoben. 16.02. Morgens hängt dann die gesamte Gesichtshälfe. Lächeln, trinken, fällt schwer. Zum Hausarzt dort Konsultation mit einem Kollegen. Es folgt eine Überweisung ins Krankenhaus um ein Apoplex auszuschließen. Zur Ammerland Klinik selbstständig mit eigenem PKW gefahren. Weil in der Überweisung die Diagnose, Periphere Fazialisparese stand. Angekommen 2 Stunden in der Aufnahme verbracht, trotz Notfall Überweisung und dem Hinweis das hier ein Schlaganfall ausgeschlossen werden sollte. Vor dem Stationären Aufenthalt sollten dann eine Lumbalpunktion und eine Kernspintomographie erfolgen. Nach einer allergischen Reaktion auf das Kontrastmittel habe ich dann leider einige Stunden unter Beobachtung verbringen müssen. Zum Abend auf die Neurologie verlegt worden und dort nach dem Abendessen zeitig eingeschlafen.
Hier vorab ein großes Dankeschön an das Krankenhauspersonal der Ammerland Klinik die, trotz großer Auslastung, eine super Arbeit gemacht haben!
17.02. (erst) um 8:00 durch das Personal geweckt. Frühstück, Visite und die Aufklärung der Folgenden einer Lumbalpunktion folgen. Erster Ansetze der Therapie werden besprochen. Medikamente wie Cortison sollen helfen.
*
21.02. Termin in der Neurologie Leer, Post-Covid-Ambulanz hier wurde dann gleich der folgende stationäre Aufenthalt am 24.02. und 25.02. angeordnet. 24.02. und 25.02. Klinikum Leer, stationärer Aufenthalt. Neurologie Tests und Kernspintomographie der Brustwirbel Säule.

09.03. Der Kopfschmerz bleibt wohl mein ewiger Begleiter. Durch den wenigen Schlaf bin ich den ganzen Tag wie erschlagen. Erschöpft durch das ständige Zucken der Lippen und des linken Auges. Immer noch Druck auf dem rechten Auge. Nachmittags für ca 1 Stunde geschlafen. Abends um 9:00 Uhr ins Bett. Bei jedem Einschlafen fängt das rechte Bein an zu zucken, zieht sich über die Hüfte bis hoch in den rechten Arm. Nach mehreren Vorfällen schlaf ich dann vor Erschöpfung ein. 10.03. Nachts um 4:00 Uhr aufgewacht ohne wieder einzuschlafen. Zur Zeit ist nicht daran zu denken auszuschlafen. Albträume begleiten jede Schlafphase. Erschöpft und mit Kopfschmerzen und dem Lippenzucken den Tag um 06:10 Uhr begonnen. Podcast von der Havard School of Business beim Kaffee machen gehört. “Digitalisierung und Evolution von Unternehmen”. Ein Ansatz der Rednerin, Frau Hill : Führe dein Unternehmen wie eine Mannschaft. Der Kapitän sollte eine Vision haben! Tolle Message, wie ich finde.
24.03. Termin Pneumologie Westerstede. Ergebnisse: Post Covid und Empfehlung einer Reha.

16.05. Positives PCR-Testergebnis, ein zweites Mal Covid 19 und damit verbunden die Quarantäne für 5 Tage.

07.06. Erster Arbeitstag nach der Quarantäne und Arbeitsunfähigkeit.

Auffällig ist:

  • ich bin seit der Impfung öfter krank als vorher
  • ich hatte in so kurzer Zeit noch nie so viele Krankenhausaufenthalte

Schreibt mir gerne eure Meinungen und Kommentare.

Euer Malermeister mit bock auf Blog.

Schreibe einen Kommentar